Nachrichten


 

Die Nachrichten:

Termine zum Jubiläumsjahr 2016:
 

08.05.2016, 10 Uhr Alexandertag  mit Predigt
                    von Dekan i.R. Otto Ziegler zum
                    25-jährigen Bestehen des Vereins
03.07.2016, 18 Uhr "Schwäbischer Abend"
                    mit Dr. Gerhard Raff, Geschichte                       u. Geschichten aus Württemberg,
                    mit Bewirtung
24.09.2016, 18 Uhr Konzert mit dem                                      Vokalensemble "Zwölfklang"
15.10.2016, 20 Uhr Vortrag von Dr. Wolfgang
                    Gramer "Neues aus der biblischen
                    Schatzkiste"
                    siehe Text weiter unten

Termine 2017:

14.03.2017  Mitgliederversammlg.
30.04.2017  Alexandertag mit                                                 Predigt von Pfarrer Rainer Köpf
27.05.2017  Konzert mit der                                                   Jugendphilharmonie
07.10.2017  Weinprobe mit Martin und Käthe                         Luther


Führungen

CD "Licht im Stein"

Chorfenster

Rückblick  - 2016  Konzert mit Chorensemble
                             "Zwölfklang"                         
                              "Schwäbischer Abend" mit
                              Dr. Gerhard Raff
Bericht Mitgliederversammlung 03.03.2016

                 - 2015  Benefizkonzert Zauber des                                  Südens
                
  - 2014 Kanoniale Sonnenuhr
                  - 2014 Konzert mit Chören des                                      Chorverbandes Friedrich
                             Schiller
                  - 2013 Konzert CITY BRASS Stgt.                      
-            Neuer Blick auf Wehrmauer
                  - 2012 Erste Andacht vor der
                             Ölbergnische, Skulptur und
                   -         Tafel vor der Ölbergnische
 Schillerglocke - Bestellung
 

Letzter Termin in 2016:

Benefizvortrag

25 Jahre Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche: Das Jubiläumsjahr neigt sich seinem Ende zu. Ein letzter Höhepunkt im festlichen Jahresprogramm bildete der Vortrag des in Marbach und Umgebung unvergessenen Pfarrer Dr. Wolfgang Gramer - einem großen Freund und Gönner der Alexanderkirche.

Was verbirgt sich wohl unter dem Titel „Neues aus der biblischen Schatzkiste“? Pfarrer Gramer sprach auf Einladung des Vereins zu diesem Thema in seiner unnachahmlichen Art gewohnt tiefgründig und kurzweilig über die unterschiedliche Darstellung von Männer-und Frauenfiguren durch die vier Evangelisten. Dabei wurde klar, dass die Evangelien verschiedene Sichten zeigen und nicht als historische, sondern als theologische Dokumente anzusehen sind. Für die musikalische Begleitung sorgte Wolfgang Gramer selbst mit Gitarre und Gesang. 

Der katholische Geistliche, der evangelische und katholische Theologie studierte, lebte im argentinischen Busch und war mehrere Jahre Pfarrer in argentinischen Gemeinden; er war Ordinariatsrat in Rottenburg und Pfarrer in verschiedenen Gemeinden, u.a. sieben Jahre in Marbach. Durch sein Engagement beim „Wort zum Sonntag“ im Fernsehen und das „Geistliche Wort“ im SWR ist er weit über unsere Region hinaus bekannt. Der hochmusikalische Orgelspieler, der bei seinen Konzerten auch mit Hingabe improvisiert, lebt im Ruhestand in Metterzimmern/Bietigheim und ist Geistlicher Beirat in Pax-Christi, Kreuzbund, Cursillo, Pfarrerinitiativen (deutschsprachig und international), Pilgerseelsorge Santiago de Compostela.



Führungen im Sommerhalbjahr 2016: 

Ostermontag 28.03. 11.30 Uhr,    So. 08.05., 14 Uhr Alexanderkirchen-Ralley,  15 Uhr Familienführung,

Pfingstmontag 16.05. 11.30 Uhr,     So.26.06, 15 Uhr Architekturführung,       So. 14.08. 11.30 Uhr,   

So. 11.09. 15 Uhr Architekturführung zum Tag des offenen Denkmals, Motto: "Gemeinsam Denkmale erhalten"

So. 23.10.15 Uhr kostümierte Führung

mehr dazu unter www.fuehrungen-alexanderkirche.de

 Das Gemeindebüro gibt bekannt:

Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144/ 898013. 

 

Alexanderkirchen-CD

"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.
Auf der historischen Voit-Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD ist erhältlich bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Bürobedarf Druti, Güntterstraße,
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei den Vorstandsmitgliedern.
                                          
Notar a.D. Hartmut Braun Tel. 07144 - 123 19, Fax 886570  und Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).

Die CD kostet 15 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2.10 Euro für Verpackung und Porto zugesandt werden. Kontonummern des Vereins bei "Verein".


Chorfenster:

Die spätmittelalterlichen Glasmalereien (spätes 15. Jh.) der Alexanderkirche waren bis 1997 an vermutlich ursprünglicher Stelle im Maßwerk des Chorscheitelfensters eingebaut. Die Glasmalereien sind die letzten erhaltenen Fragmente der bauzeitlichen Farbverglasung, gehören somit zur wandfesten Ausstattung der Alexanderkirche und sind Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Sinne von § 28 / § 12 DSchG.
Aus früheren Fotografien ist zu erkennen, dass in dem Dreipass ein Kopf - wohl ein Prophet - enthalten war. Es dominieren blaue, violette und rote Gläser. Es wurden Gemeinsamkeiten mit der um 1464 in Speyer ausgeführten markgräflichen-badischen Fensterstiftung für Öhringen festgestellt. 

Dieses und andere fragmentarische, mittelalterliche Maßwerkfelder mit starken Korrosionsauflagerungen und stark beeinträchtigter Durchsicht wurden bisher in einer abgeschlossenen Holzkiste im Dachraum der Alexanderkirche gelagert.

Durch Vermittlung der Werkstatt für Glasmalerei Valentin Saile in Stuttgart fertigte eine Studentin ihre Masterarbeit über diese Reste der alten Verglasung. Dabei untersuchte sie wissenschaftlich, wie weiter verfahren werden kann, will man die Fenster nicht dem weiteren Verfall preisgeben. Die Ergebnisse stellen eine Diskussionsgrundlage für den Verein und die Kirchengemeinde dar. Das Landesdenkmalamt begleitet die Arbeit.


Rückblick auf 2016:

 

Alexandertag

Zum 25. Jubiläum des Vereins hielt Dekan i.R. Otto Ziegler die Festpredigt zum Alexandertag.

Als nächsten Höhepunkt erfreute der Landeshistoriker und "Benefizschwätzer" Dr. Gerhard Raff aus Stuttgart-Degerloch die zahlreichen Zuhörer am 3. Juli in der voll besetzten Alexanderkirche mit Geschichte und Geschichten aus Württemberg bei einem heiteren "Schwäbischen Abend". Der Vortrag wurde musikalisch umrahmt von einer sehr talentierten, jungen Harfenspielerin von der Musikschule. In der Pause signierte Dr. Raff seine Bücher - er hatte auch den ganz neuen, vierten Band von "Hie gut Wirtemberg allewege" mitgebracht - und es gab auf dem Vorplatz eine Bewirtung an Stehtischen. Dr. Raff referierte damit zum dritten Mal bei uns und spendete den gesamten Erlös -auch von den Büchern - dem Verein.

Das Vokalensemble "Zwölfklang" bot seinen Zuhörern am Samstag, 24. September in der Alexanderkirche Chormusik vom Feinsten. Die Mitglieder dieses außergewöhnlichen Chores singen auswendig und ohne Instrumentalbegleitung bis zu acht-stimmige Kompositionen. Unter dem Motto des Sommerkonzertes "So viel Jazz war nie" wurden englische Sommerlieder und Werke u.a. von Brahms, Homilius und Schütz dargeboten.
Ein besonderer Leckerbissen waren die musikalischen Zwischenspiele des jungen Musikers Lorenz Karasek am Marimbaphon, einfach großartig. 
Mit dem Auftritt  ging ein lang gehegter Wunsch des Chorensembles für ein Konzert
in der Marbacher Alexanderkirche mit ihrer schönen Akustik in Erfüllung.


 

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung 2016 am 3. März stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums in einem randvoll besetzten Saal im Turnerheim. Viele langjährige Mitglieder, auch von weiter her, waren gekommen, um ihre Verbundenheit zu bekunden und auch ihre Stifterurkunden in Empfang zu nehmen. Wegen des Jubiläums wurde vom 2. und 3. Vorsitzenden ein umfangreiches und hochkarätiges Programm – mit diversen Leckerbissen fürs Auge und Ohr, so die MZ - zusammengestellt.

Nach der Tagesordnung gab es neben den üblichen Regularien, dem Bericht des ersten Vorsitzenden Herbert Pötzsch zu den Ereignissen und Maßnahmen in 2015 sowie dem Bericht des Schatzmeisters, die feierliche Übergabe der Spenderurkunden an 34 Spender. Seit der Vereinsgründung am 15. Mai 1991 seien nunmehr 291 Namen im Buch der Stifter eingetragen, so der Vorsitzende. Jeder Einzelne habe in den vergangenen Jahren mehr als 750 Euro gespendet. Auf einem Foto in der Marbacher Zeitung sind die anwesenden 13 Spender abgebildet.

Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer dankte namens der Evangelischen Kirchengemeinde dem Verein und seinen Mitgliedern für die seither geleistete Arbeit und das Spendenaufkommen zugunsten der Alexanderkirche. Die Kirchengemeinde sei außerordentlich dankbar, habe sie doch mit der Renovierung der Stadtkirche eine sehr große Aufgabe vor sich.

Danach standen Wahlen auf dem Programm. Der seitherige Vorstand stellte sich geschlossen zur Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt.

Ein weiterer Höhepunkt war der Bericht der Restauratorin Melanie Schwesing über ihre Masterarbeit zum Zustand der historischen Glasfenster – teilweise aus der Entstehungszeit der Kirche -, die seither in einem Holzkasten auf dem Dachboden der Kirche schlummerten. Sie zeigte die verschiedenen Möglichkeiten der künftigen Aufbewahrung oder Darstellung der in den vergangenen Jahrhunderten doch sehr beschädigten Glasreste auf. Dies wird Thema der Überlegungen des Vereins in der nächsten Zeit sein.

Der Vorstand beschloss, zum Jubiläum eine Kurzfassung dieses Vortrags als Broschüre herauszugeben und sie als Jubiläumsgabe seinen Mitgliedern zu überreichen.

2015

Nach Mitgliederversammlung und Alexandertag lud der Verein am 20.September 2015 zu einem Benefiz-Konzert unter dem verheißungsvollen Titel  "Zauber des Südens" in die Alexanderkirche  ein.

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Die Konzertflötistin Heidrun Bauer-Laukemann aus Erdmannhausen präsentierte, begleitet von Regine Friederich am Violoncello und Thomas Strauß am Klavier und an der Voit-Orgel mystisch verklärte, zauberhafte Flötenklänge aus der Zeit des spanischen Barock, des französischen Impressionismus sowie südamerikanische Musik. Die drei hochkarätigen Musiker spielten in wechselnder Besetzung, teils mit höchst virtuosen Passagen u.a. vertraute Mozart-Töne ebenso wie höchst interessante Stücke des französischen Komponisten Jaques Ibert oder des Südamerikaners Astor Piazolla. In der voll besetzten Kirche konnten die Musikfans eine großartige und zugleich faszinierende musikalische Reise vom Barock bis zur Neuzeit  erleben.
Der Erlös aus den Spenden kommt der weiteren Erhaltung der Alexanderkirche zugute.

2014 
Kanoniale Sonnenuhr:

An der südlichen Außenwand der Alexanderkirche befindet sich eine Sonnenuhr. Der Schattenstab fehlte, der Stein war ungepflegt und an den Rändern angefressen. 

LInks von dieser Sonnenuhr befindet sich ein Inschriftenstein mit der römischen Jahreszahl 1453. Dieser bezeugt, dass zu jenem Zeitpunkt mit der Verbreiterung der zuvor romanischen Basilika durch den gräflichen, württembergischen Baumeister Aberlin Jörg  begonnen wurde. Mindestens so alt ist auch die Sonnenuhr. 

Die Alexanderkirche war zu jener Zeit bis zur Reformation wegen ihrer dem hl. Alexander zugeschriebenen Reliquien Stätte einer blühenden Wallfahrt. Zahlreiche Geistliche versahen dort ihren Dienst.

Die Sonnenuhr, eine sogenannte Kanoniale Sonnenuhr, bestimmte die seit Benedikt von Nursia (9.Jh.) im Tagesverlauf streng geregelten Gebets-und Messzeiten. Der Schattenstab teilt den Tag nur in Zeitabschnitte ein; er diente als einfacher Zeitanzeiger für den sich über die Jahreszeit verändernden Beginn der Messfeiern und Gebete.

Der Stein mit der Sonnenuhr und das umgebende Mauerwerk wurden restauriert und ein neuer Schattenstab - sogen. Gnomon - eingesetzt; das Regenfallrohr wurde versetzt und das Ganze sieht nun sehr ordentlich aus. Eine Tafel mit erläuternden Worten zur Sonnenuhr und dem Inschriftenstein wurde angebracht.

Zu danken ist Dipl.Ing. (FH) Matthias Weccard für die rasche Umsetzung und Dipl. Ing. Dieter Baader, der auch maßgeblich geholfen hat, die wissenschaftliche und historische Grundlage für die Kanoniale Sonnenuhr zu ermitteln.


2014 
Der Chorverband Friedrich Schiller e.V.
präsentierte als Benefizkonzert mit "concerto vocale", Bietigheim, und dem Männerensemble "les favoris"aus Ludwigsburg am Sonntag,
14. September 2014, 19.00 Uhr in der übervollen Alexanderkirche verschiedene Chorwerke aus Barock und Romantik bis zu Chorwerken zeitgenössischer Komponisten.

2013 
Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche lud ein zu:

CITY BRASS Stuttgart - Virtuosität, Romantik und Unterhaltung im Blechbläsergewand

                                                                                                                                                     
Unter diesem Motto kam am Samstag, 5. Okktober 2013 der Echo-Preisträger 
Professor Wolfgang Bauer mit dem Blechbläserensemble CITY BRASS Stuttgart zu einem Konzert in die Alexanderkirche. In dem hochkarätigen Ensemble musizierten Professorenkollegen und neun ehemalige / fortgeschrittene Meister-Studenten der Musikhochschule Stuttgart.

Professor Bauer war Solo-Trompeter beim RSO Frankfurt-Main, bei den Münchner Philharmonikern und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 2000 hat er eine Professur an der Musikhochschule Stuttgart (MHS) inne. In der Reihe seiner zahlreichen Auszeichnungen, die er in seiner Karriere bisher erhalten hat, ragt "ECHO Klassik 2009 als Instrumentalist des Jahres" besonders heraus.




Die Marbacher Zeitung titelte: "Spitzenensemble sorgt für Ohrenschmaus". Bei den Zuhörern i
n der übervollen Alexanderkirche war "Begeisterung pur für den Auftritt der Bläser, die an Virtuosität kaum zu überbieten sind"  zu spüren. Das Spitzenensemble "fühlt  sich in allen Stilarten zuhause. Ob Klangpracht venezianischer Mehrchörigkeit oder Barockmusik, die Stuttgarter Blechbläser bestachen durch lupenreine Intonation und reinste tonale Linienführung sowie kultiviertes Zusammenspiel".

2013:
Neuer Blick auf alte Wehrmauer

Seit den ersten Februartagen bietet sich von der Straße "Am alten Markt" aus ein völlig neuer Blick auf die Wehrmauer der Alexanderkirche: Ein Wohnhaus, das bisher direkt an die Mauer angebaut war, wurde abgerissen und dieses Stück der alten Mauer freigelegt.

Das Grundstück hatte die Stadt erworben, eine sehr großzügige Spende ermöglichte den Abriss des nicht denkmalgschützten Hauses.

Imposanter als bislang zeigt sich der Charakter des als Wehrkirche erbauten jahrhundertealten Bauwerks. Der gesamte Kirchenkomplex wirkt jetzt größer und wuchtiger.
Für die Sanierung des Mauerabschnitts kam der Verein auf.
Die freie Fläche davor wurde schlicht begrünt in die zuvor schon bestehende städtische Grünanlage integriert.
Ein aktuelles und zum Vergleich historisches Foto sehen Sie bei Höhepunkte.


2012 Ölbergnische:
Da d
ie Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. 

Inzwischen ist die Ölbergandacht am Gründonnerstag vor der Ölbergnische zur Tradition geworden.



Neu: Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 
Ölbergnische

Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 

Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

Einweihg.Bronzesk.JPG

Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."


Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


 


Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.


            
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