Nachrichten


 

Die Nachrichten:

Termine 2017:

30.04.2017  Alexandertag mit                                                 Predigt von Pfarrer Rainer Köpf
27.05.2017  Konzert mit der                                                   Jugendphilharmonie
07.10.2017  Weinprobe mit Martin und Käthe                        Luther

Termine zum Jubiläumsjahr 2016 waren:
 

08.05.2016, 10 Uhr Alexandertag  mit Predigt
                    von Dekan i.R. Otto Ziegler zum
                    25-jährigen Bestehen des Vereins
03.07.2016, 18 Uhr "Schwäbischer Abend"
                    mit Dr. Gerhard Raff, Geschichte                       u. Geschichten aus Württemberg,
                    mit Bewirtung
24.09.2016, 18 Uhr Konzert mit dem                                      Vokalensemble "Zwölfklang"
15.10.2016, 20 Uhr Vortrag von Dr. Wolfgang
                    Gramer "Neues aus der biblischen
                    Schatzkiste"
                   


Führungen

Weinprobe mit Martin und Käthe Luther

CD "Licht im Stein"

Mitgliederversammlung 2017

Chorfenster


Alexandertag 2017

Konzert der Jugendphilharmonie

Rückblick:  - 2016  Konzert mit Chorensemble
                             "Zwölfklang"                         
                              "Schwäbischer Abend" mit
                              Dr. Gerhard Raff
                              " Neues aus der biblischen
                              Schatzkiste" mit Pfarrer i.R.
                              Dr.Wolfgang Gramer
                 
                 
  - 2014 Kanoniale Sonnenuhr
                   - 2014 Konzert mit Chören des                                     Chorverbandes Friedrich
                              Schiller
                   - 2013 Konzert CITY BRASS Stgt.                     
-  2013 Neuer Blick auf Wehrmauer
                   - 2012 Erste Andacht vor der
                               Ölbergnische, Skulptur und
                   -          Tafel vor der Ölbergnische
 Schillerglocke - Bestellung
 


Führungen im Sommerhalbjahr 2017:

Öffentliche Kirchenführung in der Alexanderkirche

Am 01. April öffnet die Alexanderkirche für ihre Besucher wieder die Pforten. Bis Ende Oktober wird die Kirche bis auf wenige Ausnahmen täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Für Besucher die gerne mehr über die spätgotische Hallenkirche mit ihren Besonderheiten erfahren möchten bietet die Evang. Kirchengemeinde Marbach auch in 2017 zahlreiche öffentliche Führungen an. Einige der Führungen werden ein Schwerpunktthema haben, wie z. Bsp. die Architektur oder der Bericht einer Zeitzeugin aus der Bauzeit der Kirche in historischem Gewand. Jede der ca. einstündigen Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils vor der Kirche.

Termine:

 Pfingstmontag 05. Juni, 15.00 Uhr, So. 20. August, 15.00 Uhr Architekturführung, So. 10. September 15.00 Uhr Tag des offenen Denkmals, Motto: Macht und Pracht, So. 22.Oktober, 14.00 Uhr kostümierte Führung in Verbindung mit dem Landes-Hauskreistag

mehr dazu unter www.fuehrungen-alexanderkirche.de

 Das Gemeindebüro gibt bekannt:

Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144/ 898013. 
Am Samstag 30.9. werden die Erntedankgaben entgegengenommen, so bleibt die Kirche geschlossen, ebenso am Sonntag, 1.10.

Weinprobe:

Als letzte Veranstaltung des Vereins in diesem Jahr fand am 7. Oktober eine Weinprobe mit Pfarrer Rainer Köpf und seiner Frau Mechthild alias Martin und Käthe Luther aus Beutelsbach in den Räumen der Marbacher Weingärtner statt. Pfarrer Köpf stellte fünf Proben von ausgesuchten Weinen vor, die einen besonderen Bezug zu Stationen in Luhers Leben haben.Auf überaus humorvolle und "leibliche" Weise wurde die Lebensgeschichte und die Theologie Luthers samt historischem Hintergrund veranschaulicht. 

Zahlreiche Mitglieder und Freunde waren der Einladung voller Erwartung gefolgt, versprach doch der aus Marbach stammende Pfarrer Köpf beste Aussicht auf gute, amüsante und lehrreiche Unterhaltung, auch musikalischer Art. Und sie wurden nicht enttäuscht. Bei Schmalzbrot und Käsewürfeln als Grundlage für die Weinproben fühlten sie sich bestens infomiert und saßen anschließend noch gerne zusammen.

Alexanderkirchen-CD

"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.
Auf der historischen Voit-Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD ist erhältlich bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei den Vorstandsmitgliedern.
                                          
Notar a.D. Hartmut Braun Tel. 07144 - 123 19, Fax 886570  und Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).

Die CD kostet 15 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2.10 Euro für Verpackung und Porto zugesandt werden. Kontonummern des Vereins bei "Verein".



Mitgliederversammlung 2017

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand am 14. März wieder im Turnerheim statt. 

Der erste Vorsitzende Herbert Pötzsch berichtete über die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2016 und im laufenden Jahr. Im Mittelpunkt steht derzeit die Sanierung der Westfassade. Aufgrund der alten Bausubstanz dringt immer wieder Feuchtigkeit ins Mauerwerk.

Zur Erhaltung und Nutzbarkeit de Kirche gehören unter anderem auch die Pflege der Außenanlagen, eine regelmäßige Dachrinnenreinigung und die Versicherung für Ölberg und Innenraum.

Die Untersuchungen der spätmittelalterlichen  Glasmalereien, deren Reste in Kisten auf dem Dachboden verwahrt wurden, durch die Restauratorin Melanie Raker, geb. Schwesing ergaben, dass diese historisch wertvollen Glasmalereien unwiederbringlich geschädigt würden, wenn man sie nicht nach der Restaurierung konservieren würde. 

So ist die Aufstellung einer Vitrine in der Kirche geplant, um die alten Kirchenfenster auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hartmut Braun gab einen Ausblick auf die Veranstaltungen im Jahr 2017: Der Alexandertag findet am 30. April mit der Predigt von dem in Marbach bekannten Pfarrer Rainer Köpf statt. Am 27. Mai wird die  Jugendphilharmonie Ludwigsburg mit 60 bis 80 jungen Musikern in der Alexanderkirche ein musikalisches Highlight setzen. Zum Abschluss erwarten Mechthild und Rainer Köpf als Käthe und Martin Luther am 7. Oktober die Vereinsmitglieder zu einer Weinprobe.

Nach der Entlastung des Vorstands konnte der Vorsitzende weitere Stifterurkunden an die Spender und Stifter mit großem Dank übergeben.

Zum Abschluss der MV durften sich Mitglieder und Gäste über den sehr kundigen Vortrag von WernerLämmle aus Oberstenfeld über das vor 1001 Jahren gegründete Stift Oberstenfeld und eine der ältesten romanischen Kirchen in der Region freuen. Vortrag und wunderbare Fotos wurden mit großem Beifall aufgenommen.

Gekürzte Fassung von Schriftführerin Ilse Barona

Chorfenster:

Die spätmittelalterlichen Glasmalereien (spätes 15. Jh.) der Alexanderkirche waren bis 1997 an vermutlich ursprünglicher Stelle im Maßwerk des Chorscheitelfensters eingebaut. Die Glasmalereien sind die letzten erhaltenen Fragmente der bauzeitlichen Farbverglasung, gehören somit zur wandfesten Ausstattung der Alexanderkirche und sind Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Sinne von § 28 / § 12 DSchG.
Aus früheren Fotografien ist zu erkennen, dass in dem Dreipass ein Kopf - wohl ein Prophet - enthalten war. Es dominieren blaue, violette und rote Gläser. Es wurden Gemeinsamkeiten mit der um 1464 in Speyer ausgeführten markgräflichen-badischen Fensterstiftung für Öhringen festgestellt. 

Dieses und andere fragmentarische, mittelalterliche Maßwerkfelder mit starken Korrosionsauflagerungen und stark beeinträchtigter Durchsicht wurden bisher in einer abgeschlossenen Holzkiste im Dachraum der Alexanderkirche gelagert.

Durch Vermittlung der Werkstatt für Glasmalerei Valentin Saile in Stuttgart fertigte eine Studentin ihre Masterarbeit über diese Reste der alten Verglasung. Dabei untersuchte sie wissenschaftlich, wie weiter verfahren werden kann, will man die Fenster nicht dem weiteren Verfall preisgeben. Die Ergebnisse stellen eine Diskussionsgrundlage für den Verein und die Kirchengemeinde dar. Das Landesdenkmalamt begleitet die Arbeit.

Alexandertag am 30.April:

In bewährter humoriger und lebhafter Weise hielt Pfarrer Rainer Köpf die Predigt in seiner geliebten Alexanderkirche, die bei ihm mit vielen schönen und bewegenden Kindheitserlebnissen verbunden ist.

Konzert der Jugendphilharmonie am 27. Mai:

Die Jugenphilharmonie ist ein Auswahlorchester mit rund 80 Schülern der 14 Jugendmusikschulen im Landkreis Ludwigsburg. Viele Mitglieder sind schon mit Preisen des Wettbewerbs "Jugend musiziert" ausgezeichnet worden. Das im Jahr 2000 gegründete Orchester unter seinem Dirigenten Dietrich Schöller-Manno konnte seinen ausgezeichneten Ruf bei dem Konzert in der Alexanderkirche lt. Marbacher Zeitung erneut festigen. Zur Aufführung kamen Werke von Engelbert Humperdinck, Georg Friedrich Händel und als Hauptwerk Robert Schumanns vierte Sinfonie. Es war ein grandioses Klangerlebnis, die schöne Musik unter der spätgotischen Architektur mit der guten Akustik, dargeboten von über 80 Jugendlichen Könnern mit vollem Einsatz, zu genießen. Das Publikum in der übervollen Kirche dankte mit enthusiastischen Applaus und erzwang eine nicht vorgesehene Zugabe.




Rückblick auf 2016:

 

Alexandertag

Zum 25. Jubiläum des Vereins hielt Dekan i.R. Otto Ziegler die Festpredigt zum Alexandertag.

Als nächsten Höhepunkt erfreute der Landeshistoriker und "Benefizschwätzer" Dr. Gerhard Raff aus Stuttgart-Degerloch die zahlreichen Zuhörer am 3. Juli in der voll besetzten Alexanderkirche mit Geschichte und Geschichten aus Württemberg bei einem heiteren "Schwäbischen Abend". Der Vortrag wurde musikalisch umrahmt von einer sehr talentierten, jungen Harfenspielerin von der Musikschule. In der Pause signierte Dr. Raff seine Bücher - er hatte auch den ganz neuen, vierten Band von "Hie gut Wirtemberg allewege" mitgebracht - und es gab auf dem Vorplatz eine Bewirtung an Stehtischen. Dr. Raff referierte damit zum dritten Mal bei uns und spendete den gesamten Erlös -auch von den Büchern - dem Verein.

Das Vokalensemble "Zwölfklang" bot seinen Zuhörern am Samstag, 24. September in der Alexanderkirche Chormusik vom Feinsten. Die Mitglieder dieses außergewöhnlichen Chores singen auswendig und ohne Instrumentalbegleitung bis zu acht-stimmige Kompositionen. Unter dem Motto des Sommerkonzertes "So viel Jazz war nie" wurden englische Sommerlieder und Werke u.a. von Brahms, Homilius und Schütz dargeboten.
Ein besonderer Leckerbissen waren die musikalischen Zwischenspiele des jungen Musikers Lorenz Karasek am Marimbaphon, einfach großartig. 
Mit dem Auftritt  ging ein lang gehegter Wunsch des Chorensembles für ein Konzert
in der Marbacher Alexanderkirche mit ihrer schönen Akustik in Erfüllung.


Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs gab es einen Vortrag von Pfarrer i.R. Dr. Wolfgang Gramer, der "Neues aus der biblischen Schatzkiste " zu berichten wusste. 


2014 
Kanoniale Sonnenuhr:

An der südlichen Außenwand der Alexanderkirche befindet sich eine Sonnenuhr. Der Schattenstab fehlte, der Stein war ungepflegt und an den Rändern angefressen. 

LInks von dieser Sonnenuhr befindet sich ein Inschriftenstein mit der römischen Jahreszahl 1453. Dieser bezeugt, dass zu jenem Zeitpunkt mit der Verbreiterung der zuvor romanischen Basilika durch den gräflichen, württembergischen Baumeister Aberlin Jörg  begonnen wurde. Mindestens so alt ist auch die Sonnenuhr. 

Die Alexanderkirche war zu jener Zeit bis zur Reformation wegen ihrer dem hl. Alexander zugeschriebenen Reliquien Stätte einer blühenden Wallfahrt. Zahlreiche Geistliche versahen dort ihren Dienst.

Die Sonnenuhr, eine sogenannte Kanoniale Sonnenuhr, bestimmte die seit Benedikt von Nursia (9.Jh.) im Tagesverlauf streng geregelten Gebets-und Messzeiten. Der Schattenstab teilt den Tag nur in Zeitabschnitte ein; er diente als einfacher Zeitanzeiger für den sich über die Jahreszeit verändernden Beginn der Messfeiern und Gebete.

Der Stein mit der Sonnenuhr und das umgebende Mauerwerk wurden restauriert und ein neuer Schattenstab - sogen. Gnomon - eingesetzt; das Regenfallrohr wurde versetzt und das Ganze sieht nun sehr ordentlich aus. Eine Tafel mit erläuternden Worten zur Sonnenuhr und dem Inschriftenstein wurde angebracht.

Zu danken ist Dipl.Ing. (FH) Matthias Weccard für die rasche Umsetzung und Dipl. Ing. Dieter Baader, der auch maßgeblich geholfen hat, die wissenschaftliche und historische Grundlage für die Kanoniale Sonnenuhr zu ermitteln.

2013 
Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche lud ein zu:

CITY BRASS Stuttgart - Virtuosität, Romantik und Unterhaltung im Blechbläsergewand

                                                                                                                                                     
Unter diesem Motto kam am Samstag, 5. Okktober 2013 der Echo-Preisträger 
Professor Wolfgang Bauer mit dem Blechbläserensemble CITY BRASS Stuttgart zu einem Konzert in die Alexanderkirche. In dem hochkarätigen Ensemble musizierten Professorenkollegen und neun ehemalige / fortgeschrittene Meister-Studenten der Musikhochschule Stuttgart.

Professor Bauer war Solo-Trompeter beim RSO Frankfurt-Main, bei den Münchner Philharmonikern und beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 2000 hat er eine Professur an der Musikhochschule Stuttgart (MHS) inne. In der Reihe seiner zahlreichen Auszeichnungen, die er in seiner Karriere bisher erhalten hat, ragt "ECHO Klassik 2009 als Instrumentalist des Jahres" besonders heraus.




Die Marbacher Zeitung titelte: "Spitzenensemble sorgt für Ohrenschmaus". Bei den Zuhörern i
n der übervollen Alexanderkirche war "Begeisterung pur für den Auftritt der Bläser, die an Virtuosität kaum zu überbieten sind"  zu spüren. Das Spitzenensemble "fühlt  sich in allen Stilarten zuhause. Ob Klangpracht venezianischer Mehrchörigkeit oder Barockmusik, die Stuttgarter Blechbläser bestachen durch lupenreine Intonation und reinste tonale Linienführung sowie kultiviertes Zusammenspiel".

2013:
Neuer Blick auf alte Wehrmauer

Seit den ersten Februartagen bietet sich von der Straße "Am alten Markt" aus ein völlig neuer Blick auf die Wehrmauer der Alexanderkirche: Ein Wohnhaus, das bisher direkt an die Mauer angebaut war, wurde abgerissen und dieses Stück der alten Mauer freigelegt.

Das Grundstück hatte die Stadt erworben, eine sehr großzügige Spende ermöglichte den Abriss des nicht denkmalgschützten Hauses.

Imposanter als bislang zeigt sich der Charakter des als Wehrkirche erbauten jahrhundertealten Bauwerks. Der gesamte Kirchenkomplex wirkt jetzt größer und wuchtiger.
Für die Sanierung des Mauerabschnitts kam der Verein auf.
Die freie Fläche davor wurde schlicht begrünt in die zuvor schon bestehende städtische Grünanlage integriert.
Ein aktuelles und zum Vergleich historisches Foto sehen Sie bei Höhepunkte.


2012 Ölbergnische:
Da d
ie Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. 

Inzwischen ist die Ölbergandacht am Gründonnerstag vor der Ölbergnische zur Tradition geworden.



Neu: Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 
Ölbergnische

Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 

Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

Einweihg.Bronzesk.JPG

Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."


Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


 


Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.


            
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