Nachrichten


 

Die Nachrichten:

Termine
Aktuelles - Erste Andacht vor der Ölbergnische
                - Bericht aus der Mitgliederversammlung
Einweihung der Ölbergnische
Neue CD "Licht im Stein"
Orgelkonzert mit Samuel Kummer
Schillerglocke
 


Termine




 6. Mai 2012 Alexandertag, die Predigt hält Landesbischof Dr. Otfried July

23. September 2012, 19.00 Uhr Benefizkonzert,
an der Orgel Hans-Ulrich Lauer



Termine der öffentlichen Führungen für 2012:
Sonntag, 1. Mai, 11.30 Uhr, Pfingstmontag, 13.Juni ,11.30 Uhr, Sonntag, 26. Juni, 11.30 Uhr, Sonntag, 17. Juli, 11.30 Uhr, Sonntag, 14. August, 11.30 Uhr, Sonntag, 11.September, 14.00 Uhr, Sonntag, 3. Oktober, 11.30 Uhr, Sonntag, 30.Oktober, 11.30 Uhr.

"Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 9 Uhr bis 18 Uhr
für Besichtigungen geöffnet, ab 2013 von April bzw. Ostern bis Oktober. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144 - 898013.


Unsere CD "Licht im Stein" wird weiterhin zum Verkauf angeboten bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Bürobedarf Druti, Güntterstraße,
Foto Beran, Marktstraße, in
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei den Vorstandsmitgliedern.

Aktuelles

Vor der Ölbergnische wurde die erste Andacht gehalten

Da die Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, wurde ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. Nach einem gemeinsamen Lied und dem Vaterunser schloss sich in der Stadtkirche der Hauptgottesdienst zum Karfreitag an.

Neu: Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 

Ölbergnische

 
Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 


Der Verein wird weiterhin gebraucht

Mitgliederversammlung des Vereins zur Erhaltung der Alexanderkirche (gekürzt)

In seinem Bericht über das zurückliegende Jahr wies Dr. Sorg darauf hin, dass die vorgesehenen Renovierungsarbeiten auf der Nordseite der Alexanderkirche nahezu abgeschlossen werden konnten. Dabei bekam auch der seitliche Zugang auf der Westseite eine neue Türe. Insgesamt wurden dafür der Evang. Kirchengemeinde 38.500 Euro zur Verfügung gestellt. Derartige Erhaltungsarbeiten werden immer wieder anfallen und können mit Hilfe des Vereins geschultert werden.
 
Das zurückliegende Jahr war auch dadurch geprägt, dass der Verein außerordentlich viele treue Mitglieder durch den Tod verlor.

Mit einer Werbeaktion im Gemeindebrief der Evang. Kirchengemeinde soll versucht werden, neue Mitglieder zu gewinnen. 

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende auch an den Alexandertag 2011 mit der Predigt des früheren Marbacher Dekans Friedrich Necker und die daran sich anschließende Einweihung des neuen Ölbergs der Bildhauerin Michaela Fischer. Und an das Benefizkonzert eines Streichquartetts unter der Mitwirkung von Dr. Hans Martin Gündner. 

In seine Dankesworte schloss der Vorsitzende namentlich alle ein, die auf vielfältige Weise bei der Erhaltung der Alexanderkirche mitgeholfen haben. 

Schatzmeister Dipl.-Ing. Stephan Keßler konnte einen erfreulichen Kassenbericht geben. Die Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte. Dem vorgelegten Abschluss des Haushalts 2011 und dem Vorschlag für den Haushalt 2012 stimmten die Mitglieder einstimmig zu. 

Für die Wahlen zum Vorstand hatten Frau Maier und Herr Traub, Dr. Frey, Schatzmeister Keßler und der 1.Vorsitzende Dr. Sorg mitgeteilt, dass sie für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Die beiden Herren Claus-Peter Herrn und Kurt Sinn hatten sich zur Kassenprüfung bereit erklärt. Anstelle von Dr. Bernhard Frey als Vertreter der katholischen Mitchristen wurde Dr. Peter Halfter neu in den Vorstand gewählt.

Die übrigen Vorstandsmitglieder ließen sich wieder zur Wahl aufstellen. Für den 1. Vorsitzenden und den Schatzmeister soll im Jahr 2013 eine Nachwahl stattfinden, wobei für das Amt des ersten Vorsitzenden Herbert Pötzsch – dann Bürgermeister a.D. - zur Verfügung stehen wird. Die anwesenden Mitglieder nahmen diesen Gesamtvorschlag einstimmig an 

Den abschließenden Vortrag „Die Ölbergdarstellung als Andachtsstätte“ hatten sich Pfarrer Klaus Dieterle und  Dr. Peter Halfter aufgeteilt. Pfarrer Dieterle führte in das Thema ein, Dr. Halfter machte in selbst aufgenommenen Bildern auf Ölbergdarstellungen in unserem Raume aufmerksam. Mit großem Dank an die Referenten und an die Versammlung schloss der Vorsitzende die Versammlung.

 Ilse Barona, Schriftführerin




Ölbergnische an der Alexanderkirche

Zur Ausgestaltung der Ölbergnische wurde ein engerer Wettbewerb mit fünf Künstlern ausgeschrieben. Das Ergebnis und die eingereichten Arbeiten wurden an Ostern 2010 in der Alexanderkirche präsentiert.

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Die feierliche Enthüllung der Bronzeplastik fand am 1. Mai 2011 nach dem Festgottesdienst zum Alexandertag und zum zwanzigjährigen Bestehen des Vereins vor der Ölbergnische statt Frau Michaela A. Fischer aus Auenstein, die erste Preisträgerin, war bei der feierlichen Enthüllung ihrer Bronzeskuptur anwesend und führte in ihr Werk ein.

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Es war ein großer Tag für den Verein. Der 1. Vorsitzende Dr. Helmut Sorg begrüßte auf das Herzlichste den früheren Marbacher Dekan Friedrich Necker, Reutlingen, der die Predigt hielt, und wies auf die Bedeutung dieses besonderen Ereignisses hin.









Bei der Feierstunde vor der Ölbergnische erinnerte Dekan Friedrich Necker an die Anfänge des Vereins, ebenso der 2. Vorsitzende Notar i.R. Hartmut Braun, der die Geschichte der ehemaligen Wallfahrtskirche an der Kreuzung wichtiger Handelswege darstellte und weitere Ausführungen zu der Ausgestaltung der Nische in früherer Zeit und aktuell von der ersten Idee bis zur geglückten Vollendung machte. Er sah die Ölbergnische als "weiteren Höhepunkt der Renovierung" der 550 Jahre alten Kirche.

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Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

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Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."

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Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


Auszüge aus der Predigt von Dekan i.R. Friedrich Necker:
     

Ich freue mich, dass ich heute bei Ihnen in Marbach sein kann - alte Liebe rostet nicht!

Vor zwanzig Jahren wurde der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche gegründet. Wir feiern also heute ein Jubiläum. In den zurückliegenden Jahren hat der Verein unter seinem Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Sorg und den Vorständen Herrn Notar Braun und Frau Bärlin viel Positives für die Kirchengemeinde und ihre Alexanderkirche bewirkt. 

Dankbar können wir heute auf die Arbeit dieses Vereins, auf die Arbeit des Vorsitzenden und der Vorstände und die Hilfsbereitschaft der zahlreichen Spender zurückblicken.

Es ist bemerkenswert, dass mit Hilfe des Vereins die so genannte Ölbergnische wieder hergestellt und mit einer Skulptur ausgestaltet werden konnte. Auf diese Kirche können die Marbacher stolz sein. Sie ist und bleibt ein Kleinod spätmittelalterlicher Baukunst, das es zu erhalten gilt. 

Der heutige Sonntag trägt seit alters her den lateinischen Namen Quasimodogeniti, der zu deutsch heißt "wie die Neugeborenen".

In der alten Kirche wurden in der Osternacht diejenigen Erwachsenen getauft, die Glaubensunterricht erhalten hatten. Acht Tage später legten sie ihre weißen Taufgewänder ab und wurden als "Neugeborene" im Gottesdienst in besonderer Weise auf ihre Aufgaben als Christen hingewiesen.

Eine Frage möchte ich an Sie richten: Was hat sich durch die Auferstehung  Jesu von den Toten allgemein und in Ihrem persönlichen Leben verändert, oder ist alles beim alten geblieben?

Mit der Auferstehung Jesu ist etwas Neues geschehen. Der auferstande Jesus besitzt große Vollmacht; er ist nicht mehr an Ort und Zeit gebunden.

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Der Philosoph Arthur Schopenhauer schrieb: "Ich glaube, wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist."

Haben wir solchen Glauben an diesen Jesus und an die Zukunft, der er uns entgegenführt?

Sind wir neugeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch Jesus und spüren die Menschen, mit denen wir zusammenkommen, dass wir durch unsere Glaubenshoffnung geprägt sind? Dies ist meine Schlussfrage, die jeder von uns für sich selbst beantworten muss.

                                                             A m e n

      

 

Alexanderkirchen-CD

"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"



Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.

Die Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD kam erstmals beim Weihnachtsmarkt 2006 zum Verkauf.
Jetzt  ist sie erhältlich bei: 
                                          Buchhandlung Taube, Marktstraße
                                         Bürobedarf Druti, Güntterstraße
                                          Foto-Beran, Marktstraße
                                          Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße
und bei den Vorstandsmitgliedern Dr. Helmut Sorg, Tel. 07144 - 975 95,  Fax 809569,
                                                      Notar a.D. Hartmut Braun Tel. 07144 - 123 19, Fax 886570  und
                                                      Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).
Die CD kostet 15 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2.10 Euro für Verpackung und Porto 
zugesandt werden.
Kontonummern des Vereins bei "Verein".



 Am 18. September 2010 war Samuel Kummer,
Organist an der Frauenkirche zu Dresden und Preisträger  internationaler Orgelwettbewerbe, zu Gast in der Alexanderkirche.

Passend zum 200. Geburtstag von Robert Schumann und damit aus der Zeit der Romantik brachte er Werke von Robert Schumann (1810-1856), Charles-Marie Widor (1844.1937), Guy Weitz (1883-1970) und zwei Orgelimprovisationen als "Hommage I und II an Robert Schumann zu Gehör.

Die Marbacher Zeitung veröffentlichte dazu:

So herrrlich kann die Orgel klingen, wenn sie von einem wahren Meister gespielt wird. Die Voit-Orgel mit Samuel Kummer am Spieltisch entfaltete ihr volles Klangvermögen. Der als Klangkünstler angekündigte Organist hatte gehalten, was von ihm erwartet wurde. Der in der voll besetzten Kirche aufbrandende Beifall galt sowohl dem historischen Instrument als auch ihm, wofür er sich mit einer demütigen Geste der Bescheidenheit bedankte.

Die Begrüßung des Künstlers war äußerst herzlich. Hartmut Braun erinnerte an den Besuch von rund 50 Mitgliedern des Vereins in Dresden vor genau drei Jahren, wo man - vom Orgelspiel "außerordentlich angetan" - die Einladung ausgesprochen hatte. Der Vorsitzende des Vereins, Helmut Sorg, drückte dem Organisten zum Dank ein paar "Dichterfürst"-Flaschen in die Arme.

Das Programm war in sich geschlossen und auf den 200. Geburtstag von Robert Schumann abgestimmt: 

Als Etüden  hatte Schumann die sechs kurzen Stücke bezeichnet, eigentlich sechs Kanons, auch wenn deren Strukturen nicht immer ganz einfach zu erkennen sind. Samuel Kummer servierte diese "Werkchen" differenziert und filigran herausgearbeitet, zuweilen geradezu - vohingetupft als aparte Stücke, die dem Hörer absolute Freude bereiteten. Für seine Hommage à Robert Schumann hatte sich Samuel Kummer dessen "Rheinische Symphonie" ausgewählt, die - vom Kölner Dom inspiriert - eine euphorische Stimmung rheinischer Lebensfreude widerspiegelt. Samuel Kummer trifft mit seinen immens nuancenreich registrierten Klangfarben die energiegeladene, da und dort mit rhythmischen Aktzentverschiebungen aufgemischte vitale Grundstimmung von Schumanns Vorlage.

Der Organist der Frauenkirche hat sich in der Alexanderkirche an der historischen Voit-Orgel als der gepriesene Preisträger erwiesen . Mit seinem virtuosen Spiel und seiner Registrierkunst hat er eine reichhaltige musikalische Farbpalette aufblühen lassen und dabei faszinierende Klangkombinationen gestaltet, die in wuchtigen Akkorden ebenso zum Ausdruck kamen, wie sie in perlendem Spiel und filigran anmutenden Tonbildern dem reich gegliederten Mauerwerk des gotischen Kreuzrippengewölbes zu huldigen schienen.




Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.



Lang, lang ist's her:                                           

Eine Reise nach Dresden – dem sächsischen Elb-Florenz
Der Verein organisierte eine 4-tägige Busreise nach Dresden vom 19. - 22. September 2007, die im Nu ausgebucht war und großen Anklang gefunden hat. Hier der Bericht aus der Marbacher Zeitung:


Von der Alexanderkirche zur Frauenkirche
Wem die Marbacher Alexanderkirche am Herzen liegt, der träumt davon, auch einmal die Dresdner Frauenkirche zu erleben. Dieser Traum ist für vierzig Mitglieder und Freunde des Vereins zur Erhaltung der Alexanderkirche Wirklichkeit geworden. Sie folgten einer Einladung der Stiftung Frauenkirche an den Verein, die beim Guss der Glocken für die Frauenkirche an Hartmut Braun ausgesprochen wurde.

Neugierig und erwartungsvoll bestieg man den Bus, der die Reisegruppe über Nürnberg, Hof, Chemnitz in die sächsische Landeshauptstadt brachte. Schon die Besichtigung der aus Trümmern wieder zu strahlendem Glanz gebrachten neuen alten Frauenkirche war in sich die Reise wert. Dazu kamen ein meisterliches Orgelkonzert mit dem Domorganisten Samuel Kummer, einem jungen schwäbischen Orgelvirtuosen, und die Erläuterungen zu Geschichte und Eigenart des Bauwerks im Rahmen einer gottesdienstlichen Andacht. Der monumentale Eindruck wurde verstärkt durch den Aufstieg über die grandiose Kuppel. Und dann der Blick von der Aussichtsplattform auf die großartige Stadt!

Aber es blieb nicht beim Staunen. Ein erstes Verstehen kam hinzu durch die überaus kenntnisreichen Hinweise des Dresdner Experten für Architektur, Städtebau und Denkmalwesen, Dietrich Berger. Ihm oblag die Projektierung der Festungsanlagen auf dem Königstein und der Semperoper. Spätestens jetzt wurde den Teilnehmern bewusst, dass die Tage viel zu kurz sein würden, das "Ereignis Dresden" zu erfassen. Dazu gehörten ja auch der Zwinger mit der Gemäldegalerie Alte Meister und das Grüne Gewölbe mit seinen unermesslichen Schätzen, Fürstenzug, Brühlsche Terrasse und so vieles mehr. Heimatliche Gefühle kamen auf bei den Erinnerungstafeln an die Freundschaft Schillers mit seinem Dresdner Gönner Christian Gottfried Körner. Viele nützten dann auch die Gelegenheit, sich einen Besuch in der Semperoper zu leisten, wobei die meisten sich mehr am Bauwerk begeisterten als an der Ballettaufführung. Allgemeines Schmunzeln kam auf, als ausgerechnet Hartmut Braun eine Entdeckung machte: eine der neuen Glocken für die Frauenkirche aus dem ersten Guss - sinnig aufgestellt in einem Brauerei-Ausschank! Dann eine Fahrt entlang der Elbaue - und alle sind sich einig: hier darf keine Brücke dieses einzigartige Landschaftsbild zerstören!

Einen weiteren Leckerbissen bot die von den Vorstandsmitgliedern Arnegunde Bärlin und Hartmut Braun umsichtig und minutiös organisierte Reise: Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz. Da bestieg man die Festung Königstein, neben der sich unser Hohenasperg fast putzig ausnimmt - auch hier führte Herr Berger in liebenswürdiger Weise die Reisegruppe mit seinem großen Wissen durch die Festungsanlage, die er auch heute noch betreut - und verglich die Elbschleife mit der Neckarschleife bei Mundelsheim. Dann noch ein souveräner Blick von der Bastei auf das Elbsandsteingebirge. Das herrliche Wetter der vier Tage begünstigte vor allem auch die Raddampferfahrt elbabwärts nach Pirna, der alten Handelsstadt mit dem Marktplatzensemble Rathaus und Marienkirche.


Ein letztes Schmankerl für die Schillerstädter war der Besuch im Biergarten der Gaststätte Schillergarten, direkt an der Elbe und zu Füßen des Blauen Wunders - der einzigen im Krieg nicht zerstörten Elbbrücke - mit der Begrüßung durch den Geschäftsführer Thomas Jacob. Er berichtete von der wechselvollen Geschichte der ältesten Wirtschaft Dresdens und erzählte auch von den Besuchen Friedrich Schillers, der zwei Jahre als Gast seines Gönners Christian Gottfried Körner in Dresden weilte und oft über die Elbe herübergerudert kam.

Auf der Heimreise brachte der Vereinsvorsitzende, Dr. Helmut Sorg, in seinem Dankeswort das Empfinden der Teilnehmer zum Ausdruck. Er sprach von einem unvergesslichen Erlebnis der Gemeinschaft, von der Dankbarkeit für die großartigen Schätze der Baukunst und der Kultur in Ost und West und von der Ermutigung, dem Marbacher Juwel Alexanderkirche auch weiterhin tätige Aufmerksamkeit zu schenken.

               


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